Westküste Schwedens
Helsingborg, 08. Juli2020
Auch der vierte Tag im Hafen von Helsingborg war es sehr windig und regnerisch. Wir hatten Spitze bis zu 50 Knoten Wind und das im Hafen! Wie hätte es wohl draussen auf dem Meer ausgesehen? Gemäss Prognosen ein bisschen mehr und bis zu vier Meter Wellen! Wir waren froh hier zu sein.
Heute war das Wetter ein bisschen besser. So beschlossen wir Minigolf spielen zu gehen. Zwischendurch kam ein Regenschauer und stetig blies ein rauher Wind. Wir hatten trotzdem Spass. Die Mädels genossen noch den schönen Spielplatz und die Fitnessgeräte, dann ging es retour zur Fredrika und bereiteten uns für den nächsten Tag vor.
Hallands Väderö, 09./ 10. Juli 2020
Wir fuhren sehr früh in Helsingborg los. Die Fahrt sollte knapp fünf Stunden dauern. Der Wind kam von der ungünstigen Seite. Somit mussten wir einmal kreuzen und am Schluss mit Motor fahren. Nach sieben Stunden kamen wir in die Ankerbucht Kapellhamn von Hallands Väderö an. Schon beim ersten Mal hielt der Anker. Nach einem Snack ging es mit der Mara an Land. Die Mädels weihten ihre neuen Wanderschuhe ein. Wir wanderten rund drei Stunden rund um die Insel, zum Leuchtturm und dem kleinen Museum im alten Lotsenhaus. Der Rückweg ging durch den Wald. Ich wurde von Mücken geplagt. Ich hatte am Schluss 7-10 Stiche. Michel kochte diesmal das Abendessen. Es gab Rösti und Köttbullar. Gegessen haben wir draussen im Cockpit. Es war ein wundervoller Abend mit Sonnenuntergang, aber frisch. In der Nacht schrillte dann die Ankerwache. Der Wind kam aus der anderen Richtung und wir schwoiften zu weit vom Mittelpunkt aus. Zudem kam ein Felsen mit einer Untiefe zu nahe. Wir nahmen ein paar Meter Ankerkette rein und dann ging es wieder.
Eigentlich wollten wir in der Nacht nach Göteborg fahren (geplant 16 Stunden). Aber ein Tief mit viel Wind war wieder einmal im Anmarsch. So fuhren wir schon um 12 Uhr los.
Göteborg Lilla Bommen, 12. Juli 2020
Bericht von Melina
Am Morgen gingen wir mit der Fredrika in eine andere Marina. Wir mussten eine Stunde fahren. Es war windig. Nach dem Festmachen im Hafen Lilla Bommen gingen wir einkaufen. Kayla und ich haben ein Kleid gekauft. Ich habe ein Weisses und Kayla hat ein Schwarzes ausgewählt. Nach vier Stunden bummeln und shoppen (Kayla und ich haben Leuchtkugeln gekauft) gingen wir wieder zur Fredrika. Wir haben unsere neuen Kleider angezogen und gingen aus Essen. Wir gingen wieder im gleichen Restaurant essen – irisch – wo wir vor zwei Jahren gewesen sind. Um 22.00 Uhr liefen wir zurück zur Fredrika. Wir waren sehr müde.
Gullholmen/Vindön, 17./18. Juli 2020
Frühmorgens fuhren Michel und ich vom Ankerplatz Söholmen durch die Schären Richtung Gullholmen. Wir waren praktisch allein unterwegs bis Mollösund. Wir fuhren durch schmale Felseinschnitte (Kalvesund, Hjärterösund, Härön/Kyrkesund), durch kleine Felseninseln (bei Bäckerö Fjord, Härmanö) und genossen das schöne sonnige Wetter nach so vielen Regentagen.
Um 10 Uhr morgens waren wir dann in Gullholmen. Der Haupthafen war schon voll resp. die Fredrika war zu gross. So fanden wir im Süden von Gullholmen ein langer Steg mit freiem Platz. Kaum waren wir festgemacht, kamen schon andere Schiffe. Am frühen Abend wären wir schon zu viert im Päckli gewesen, aber wir haben den vierten Platz hart frei gekämpft für Carol mit SY Aria Legra. Wir spazierten durch Gullholmen, die Lieblingsinsel von Kayla. Den Abend genossen wir mit Wein, Käse und Räkor zusammen mit Carol und Peter bis Mitternacht.
Am nächsten Tag mussten wir dann warten, bis dann die Schiffe eins nach den anderen von uns weggefahren sind. Wir hatten eine wunderbare Fahrt unter Segel (mehr oder weniger, weniger mit Schmetterlingssegelstellung wegen Wind von hinten und wenig Platz zum Wenden). Am Samstag, 18. Juli um ca. 16 Uhr fuhren wir dann in Vindön ein.
Wir haben den Kreis unserer Reise glücklich und erfolgreich geschlossen!!